Glyphosat-Entscheidung: Sind europäische Experten im Interessenkonflikt?

Ist der Herbizidwirkstoff Glyphosat krebserregend oder nicht? Dazu wird sich die europäische Chemikalien-Agentur ECHA am morgigen Mittwoch äußern. Von ihrer Einschätzung hängt ab, ob die vorläufige Zulassung von Glyphosat Ende des Jahres verlängert wird. Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen (NGOs) bezweifelten im Vorfeld die Unabhängigkeit einiger ECHA-Experten. In den vergangenen Tagen hatte der Ausschuss für Risikobeurteilung (Risk Assessment Committee, RAC) der ECHA in Helsinki über die Sicherheitseinstufung von Glyphosat beraten. Die deutsche Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), die die Entscheidung maßgeblich mit vorbereitete, hält eine Krebsgefahr bei Glyphosat für unwahrscheinlich. Das tue sie aber nur bei „bestimmungsgemäßem Gebrauch“, präzisiert der grüne Bundestagsabgeordnete Harald Ebner. „Eine wachsende internationale Bewegung hat weltweit Schäden durch Glyphosat an Menschen, Tieren und Umwelt dokumentiert.“ Auch die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation WHO hat Glyphosat als “wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ eingestuft. Und ein kalifornisches Gericht entschied jetzt, dass der US-Bundesstaat glyphosathaltige Produkte auf seine Krebs-Warnliste setzen darf. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA hält es dagegen für unwahrscheinlich, dass Glyphosat zu mehr Krebserkrankungen führt. Umso spannender ist es, wie sich die ECHA am Mittwoch positionieren wird. 20 NGOs, darunter Greenpeace...
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