Verbände: ökologische Katastrophe durch Gene Drive

Sind gentechnisch veränderte Pflanzen oder Tiere (GVO) einmal in die Umwelt gelangt, lässt sich ihre Ausbreitung kaum noch kontrollieren. Ganz unerwartet tauchten sie bereits im Gelände auf: transgener Raps an Schweizer Bahngleisen, Weizen auf Brachen in den USA oder Baumwolle in Mexiko. Deshalb müsse es international verboten werden, Organismen freizusetzen, die mit neuen Gentechnikverfahren erzeugt wurden, forderten heute fünf gentechnikkritische Verbände und ein Wissenschaftsinstitut in einem offenen Brief an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Besonders warnen die Verbände vor dem sogenannten „Gene Drive“, bei dem die Vererbung beschleunigt wird, um so zum Beispiel Arten auszurotten. So wird etwa bei Insekten mit der Methode CRISPR-Cas DNA so verändert, dass diese schon im Larvenstadium sterben. Auf diese Weise soll beispielsweise die Ausbreitung der Malaria gestoppt werden. Welche vielfältigen unerwünschten Folgen das für das Ökosystem haben kann, wurde bislang nicht erforscht. „Sind sie erst in die Natur entlassen, könnten Organismen mit Gene Drives ökologische Katastrophen auslösen“, so die BUND-Gentechnikexpertin Heike Moldenhauer. „Sollte es kein internationales Verbot für die Freisetzung von Organismen geben, die mit neuen gentechnischen Verfahren erzeugt wurden, könnten diese sich unkontrolliert weltweit ausbreiten“, ergänzte Benedikt Haerlin von „Save Our Seeds“. „Wenn wir zulassen und gar anstreben, dass gentechnisch veränderte Organismen ih...
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