Der Gentechnik Grenzen setzen: Organisationen warnen vor unkontrollierter Ausbreitung von GVO

Berlin: Maßnahmen gegen eine unkontrollierte Ausbreitung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) fordern das Institut Testbiotech, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut), das Gen-ethische Netzwerk und Save Our Seeds (SOS) in einem gemeinsamen Schreiben an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Die Organisationen setzen sich für ein internationales Verbot der Freisetzung von Organismen ein, die mit neuen Gentechnikverfahren erzeugt wurden. Dazu zählen sogenannte "Gene Drives", die zur gentechnischen Veränderung natürlicher Populationen und zur Ausrottung bestimmter Arten diskutiert werden. "Sind sie erst in die Natur entlassen, könnten Organismen mit Gene Drives ökologische Katastrophen auslösen. Eine ausreichend wirksame Kontrolle dieser Freisetzungen ist nicht möglich", warnte die BUND-Gentechnikexpertin Heike Moldenhauer. Im Fall von Gene Drives funktioniert das neue Gentechnik-Verfahren auf der Grundlage der Methode CRISPR-Cas, mit der DNA verändert wird. Dabei verbreitet sich die im Labor eingebaute DNA unter den Nachkommen erheblich schneller als es unter natürlichen Bedingungen der Fall wäre. Unter anderem sollen Insekten mit Gene Drives, ausgestattet werden, um sie zu dezimieren oder auszurotten. "Einmal freigesetzt, machen Gentechnik-Insekten auch vor Ländergrenzen nicht halt. Wenn wir zulas...
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