Europäische Sojaernte legt zu – Gentechnik-Verbot in Ukraine missachtet

Letztes Jahr wurden weltweit 320 Millionen Tonnen Soja geerntet - über 80 Prozent davon stammen von Gentechnik-Plantagen, die vor allem in den USA, Brasilien oder Argentinien liegen. Auch in Europa wird immer mehr produziert. Gentechnikfreiheit ist hier die Regel, allerdings nicht beim größten Sojaproduzenten: in der Ukraine halten sich offenbar viele Landwirte nicht an das Gentech-Anbauverbot. 6,5 Millionen Tonnen Soja wurden 2015 nach Angaben des Vereins Donau Soja in Europa geerntet. Insgesamt macht die europäische Ernte erst zwei Prozent der weltweiten Sojaproduktion aus. Doch die Flächen wachsen schnell. Pluspunkt: in der EU ist der Anbau von gentechnisch veränderter Soja - die Pflanzen sind meist gegen Herbizide wie das glyphosat-haltige „Roundup“ von Monsanto resistent - bislang nicht genehmigt. Gut die Hälfte der europäischen Sojaproduktion findet allerdings in der Ukraine statt. Dort ist der Anbau von Gentechnik-Pflanzen zwar ebenfalls nicht erlaubt. Der Foreign Agricultural Service (FAS) des US-Landwirtschaftsministerium berichtete im Mai allerdings unter Berufung auf nicht näher benannte private Analysten, dass viele Produzenten dort illegal zu gentechnisch verändertem Saatgut griffen. Der FAS gibt den Gentechnik-Anteil mit 80 Prozent an. Branchenkenner bestätigten dem Informationsdienst Gentechnik, dass es sich um 70 bis 80 Prozent handeln könnten. Das schmälert natürlich auch die Gesamtmenge an gentechnik-freier Soja aus Europa deutlich auf circa 4,1 ...
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