Gentechnik gegen den Hunger? Für die FAO kein Thema

Immer wieder behaupten die großen Saatgutkonzerne, dass ihre gentechnisch veränderten Pflanzen notwendig seien, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Die Welternährungsorganisation FAO sieht das anders. In ihrem neuen Bericht zur Zukunft der Ernährung hat sie der Agro-Gentechnik nur einen einzigen Absatz gewidmet. Der Report „The Future of Food and Agriculture” beschreibt 15 Trends und zehn Herausforderungen für die weltweite Ernährungssicherheit. Der Druck auf die vorhandenen natürlichen Ressourcen, die zunehmende wirtschaftliche Ungleichheit und die Auswirkungen des Klimawandels gefährden aus Sicht der FAO das Ziel, den Hunger bis zum Jahr 2030 zu beenden. Zwar sei es in den letzten 30 Jahren durch eine wachsende Produktion von Lebensmittel gelungen, den Hunger einzudämmen. Doch sei dies mit erheblichen Umweltschäden verbunden gewesen. „Ressourcenintensive landwirtschaftliche Systeme mit hohem Input haben massive Waldzerstörungen, Wasserknappheit, Bodenverarmung und ein hohes Niveau an klimaschädlichen Emissionen verursacht“, schreibt die FAO. Nachhaltig sei diese Art der Intensivlandwirtschaft nicht. Notwendig seien statt dessen innovative Ansätze wie die Agrarökologie oder Agro-Forst-Systeme, die die natürlich Ressourcen schützen und dennoch produktiv sind. Die Agro-Gentechnik kommt in dem 180-seitigen Bericht der FAO nur in einem Absatz im Kapitel Produktivität und Innovationen (Seite 53) vor. Die FAO beschränkt sich dabei auf die Feststellung, dass die D...

Deutschlands Steckdose zur Hälfte grün

Gut 80 Prozent des deutschen Stromexports kommen aus dem Gebiet des nordostdeutschen Netzbetreibers 50Hertz. Die – laut Eigenwerbung – "Steckdose" Deutschlands und Europas deckt den Bedarf ihrerseits fast zur Hälfte mit Ökostrom. Zwar sind die Kosten dafür zuletzt deutlich gesunken, auf sinkende Netzentgelte sollten die Kunden dennoch nicht hoffen.Aus Berlin Jörg Staude

Ozeane erwärmen sich immer stärker

Die Wärme erreicht immer größere Tiefen, zeigt eine Studie

Amazonas: Waldverlust verstärkt sich selbst

Abholzung und Dürren können in einen Teufelskreis geraten, warnen Wissenschaftler

"Nicht automatisch klimafreundlich"

Nur weil autonomes Fahren theoretisch Energie sparen kann, heißt das noch lange nicht, dass das auch geschieht, sagt Verkehrswissenschaftler Helmut Holzapfel. Anstatt die Städte für das autonome Fahren umzubauen, sollten wir lieber überlegen, wie die Zahl der Autos in der Stadt reduziert werden kann.Interview: Friederike Meier

Studie: Mehr Waldbrände in Südeuropa

Forscher der Universität Barcelona haben den Effekt von Dürren auf die Waldbrandgefahr untersucht

Parlament kritisiert Verpackungsgesetz

Vor allem das geplante privat organisierte Kontrollorgan zur Lizenzierung von Verpackungen stößt Oppositionspolitikern und Umweltverbänden auf

Zaghafte Verkehrspolitik, fehlendes Mitspracherecht und boomende Windenergie

Kalenderwoche 10: Bei der Windenergie wird es in diesem Jahr einen Rekordzubau von mindestens 5.000 Megawatt geben und auch im nächsten Jahr werden noch Zubauraten auf dem Durchschnittsniveau der vergangenen Jahre erreicht, sagt Jens Mühlhaus, Vorstand der Green City Energy AG und Mitherausgeber von klimaretter.info. Nach 2018 wird das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz aber die Wind-Zubauraten künstlich reduzieren und dann nicht länger den Ansprüchen des Klimaschutzes genügen.

Grüne: EU-Kommission wird Gentech-Mais zulassen

Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Bundestag geht davon aus, dass die EU-Kommission „zeitnah“ drei neue gentechnisch veränderte (GVO) Maissorten zum Anbau in der Europäischen Union (EU) zulassen wird. Der zuständige EU-Berufungsausschuss am 27. März werde das wohl nicht verhindern, heißt es in einem Antrag, den die Fraktion vergangenen Donnerstag in den Bundestag einbrachte. Das wäre die erste Anbauzulassung für GVO-Mais nach fast 20 Jahren. Das Problem liegt im komplizierten Verfahren: Wollen die Mitgliedsstaaten der EU die Zulassung eines GVO verhindern, brauchen sie im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel eine qualifizierte Mehrheit. Da diese im Fall der drei GVO-Maissorten MON810, 1507 und Bt11 im Januar nicht zustande kam, muss nun der Berufungsausschuss entscheiden. Der Gentechnikexperte der Grünen im Bundestag, Harald Ebner, geht davon aus, dass sich die Mehrheitsverhältnisse auch diesmal nicht ändern. Denn viele Mitgliedsstaaten enthalten sich bei der Entscheidung, darunter auch die Bundesrepublik. Das würde Harald Ebner gerne ändern und hat nun zum vierten Mal versucht, den Bundestag zu einer entsprechenden Abstimmung zu bewegen. Wieder vergeblich. Zwar ist die SPD gegen den Anbau von Gentech-Mais, die CDU aber dafür. Und die Koalitionsvereinbarung sieht in diesem Fall eine Enthaltung vor. „Man kann doch nicht in Deutschland gegen Gentechnik sein und dann auf EU-Ebene kneifen“, schimpft Harald Ebner, „um am Ende die Verantwort...

Reisen kann man nicht kaufen

Die am Sonntag endende Internationale Tourismusbörse ITB versucht unverdrossen, mit exotischen Plätzen und "echten" Erlebnissen Reisebegeisterung zu wecken. Was authentisches Reisen und zukunftsfähigen Tourismus ausmacht, will dagegen der Toura-d'Or-Filmpreis vermitteln. Klimaretter.info-Redakteurin Susanne Götze hält auch in diesem Jahr die Laudatio auf die drei Preisträger und fragt nach touristischen Alternativen, die dem Erlebniswunsch und der Umwelt gleichermaßen gerecht werden.Eine Laudatio von Susanne Götze

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