Keine Gentechnik in Proben deutscher Rapssaat

Raps-Saatgut in Deutschland ist offenbar weiterhin gentechnikfrei. Das habe die Überprüfung von zehn Prozent der Saatgutchargen der Saison 2016 ergeben, teilten Greenpeace und Bioland mit. Die zuständigen Behörden der Bundesländer konnten zum vierten Mal in Folge keine Verunreinigungen feststellen. Sie hatten dieses Jahr 301 Saatgutproben untersucht. „Das Monitoring der Länder bewährt sich als Kontrollinstrument für die Saatguthersteller“, sagte Jan Plagge, Präsident von Bioland. Gleichzeitig warnten Bioland und Greenpeace vor der Gefahr durch neue Methoden zur gentechnischen Veränderung von Nutzpflanzen wie etwa CRISPR/Cas und ODM (Oligonukleotid-gesteuerte Mutagenese). Diese seien in der Pflanze oft nicht nachweisbar. Nach der aktuellen Rechtslage müssen gentechnisch veränderte Produkte gekennzeichnet und auf ihre Sicherheit geprüft werden. „Die Ergebnisse der Saatgutuntersuchungen sind erfreulich und zeigen, dass Nulltoleranz für Gentechnik im Saatgut möglich ist“, meinte auch Dirk Zimmermann, Gentechnikexperte von Greenpeace. Er befürchtet jedoch, dass neue Großkonzerne im Saatgutgeschäft Druck auf die Politik ausüben werden, um die Nulltoleranzstrategie beim Saatgut aufzuweichen und neue Gentechnik-Methoden ohne Regulierung einzuführen. Nach Auskunft von Bioland untersuchen die Länderbehörden seit fünf Jahren zehn Prozent der Rapschargen, die in den Handel kommen. „Wichtig ist, die Proben so frühzeitig zu untersuchen, dass der Raps noch vor der Aussaat zurückgeru...

China subventioniert Kohle im Ausland

Chinesische Banken und Firmen finanziert etwa 80 Kohlekraftwerke außerhalb des eigenen Landes

Deutsche sparen mehr Energie

Deutschlands Heizenergiebedarf ist um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken

"Polen und Italien erpressen die EU"

Die EU hat das Weltklimaabkommen immer noch nicht ratifiziert. Länder wie Polen nutzen ihre Stimme, um nationale Interessen in der Klimapolitik durchzusetzen, kritisiert Claude Turmes, luxemburgischer Europaabgeordneter der Grünen. Die anderen Länder derart in Geiselhaft zu nehmen sei unanständig und ein schwerer Schlag gegen die Erfolge der europäischen Klimadiplomatie. Interview: Susanne Götze

Neustart zur Atommülllager-Suche benötigt grundlegende Verbesserungen des Ausw...

Berlin: Anlässlich der heute beginnenden parlamentarischen Konsultationen zur geplanten Novellierung des Standortauswahlgesetzes (StandAG) hat Klaus Brunsmeier, der für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in der "Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe" saß, eine grundlegende Überarbeitung des Standortauswahlverfahrens gefordert. "Die Atommüll-Kommission hat es versäumt, eine breite öffentliche Debatte über den künftigen Umgang mit dem radioaktiven Erbe der Atomenergie zu starten. Noch fehlt dem Auswahlverfahren eines möglichen Endlagerstandorts der gesellschaftliche Konsens. Wir fordern die Abgeordneten des Bundestags, den Bundesrat und die Bundesregierung auf, im Standortauswahlgesetz neben den Kommissionsvorschlägen auch die weitergehenden Forderungen der Zivilgesellschaft zu berücksichtigen", sagte der stellvertretende BUND-Vorsitzende Klaus Brunsmeier. Unter anderem sei es erforderlich, im Standortauswahlgesetz die untertägige Erkundung verschiedener Endlager-Medien wie Granit, Ton und Salz verbindlich festzuschreiben. Gesetzlich geregelt werden müsse auch, dass nach jeder einzelnen Phase des Standortauswahlverfahrens für die betroffenen Regionen Rechtsschutz gewährleistet sei. Außerdem müsse das Gesetz den geologisch ungeeigneten und politisch hinfälligen Standort Gorleben aus dem Suchverfahren ausschließen. "Das künftige Suchverfahren für ein Atomendlager muss an entscheidenden Stellen nachgebessert werden. Sons...

EU-Parlamentarier drängen Flugbranche

Der Umweltausschuss des EU-Parlaments fordert die Weltluftfahrtorganisation auf, starke Klimaschutzmaßnahmen zu beschließen

25 Jahre Klimaziel: Engagiert angekündigt!

Vor 25 Jahren beschloss der Bundestag erstmals ein nationales Klimaziel: minus 750 Millionen Tonnen CO2 bis 2005. Daraus wurde nichts, und 2007 verlängerte Umweltminister Sigmar Gabriel die Frist bis 2020. Als Wirtschaftsminister sitzt er jetzt an den richtigen Hebeln. Doch statt drastisch zu sinken, steigen die Emissionen. Wortbruch? Nein, alles nur ein Missverständnis! Neues vom Klima-Lügendetektor

Die Horrorszenarien der Stahlindustrie

Die Reform des EU-Emissionshandels für die nächste Handelsperiode geht in die heiße Phase. Auch wenn der Preis für die CO2-Zertifikate im Keller liegt, warnen wirtschaftsnahe Institute schon, dass etwa die Stahlindustrie nach einer Reform abwandern könnte. Jetzt hält das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft dagegen und sagt: Die Warnungen sind übertrieben.Von Benjamin von Brackel

Klimaplan: Die letzte Chance zu schreien

Bald will die Bundesregierung den "Klimaschutzplan 2050" beschließen. Zum letzten Mal hat sie davor nun Vertreter verschiedener Organisationen eingeladen, zum Entwurf Stellung zu nehmen. Umweltschützer kritisieren, dass die Wirtschaftsvertreter ihnen dabei zahlenmäßig stark überlegen sind. Die energieintensive Industrie fühlt sich dennoch im Nachteil.Von Susanne Schwarz

Tennet: Vage Pläne für Stromautobahnen

 Der Netzbetreiber Tennet stellte am heutigen Dienstag neue Korridore für die geplanten Stromtrassen in den Süden vor. Die sollen in Bayern in den Boden verlegt werden. Die CSU feiert, dass sie die Freileitungen verhindert habe. Gegen den Willen der Bevölkerung lassen sich keine Leitungen verlegen, warnt Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner schonmal vorsorglich. Das könnte den überfälligen Netzausbau nur noch weiter verzögern.Von Sandra Kirchner

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